Lärmaktionsplan konsequent umsetzen

Der kürzlich im Gemeinderat vorgestellt Lärmaktionsplan brachte eines deutlich zu Tage: Unsere Stadt tut zu wenig, um die Bürgerinnen und Bürger vor den Auswirkungen des motorisierten Verkehrs zu schützen. Dabei ging es einmal nicht um die leidige Ampeldiskussion in der Haller Straße. Vielmehr wurde deutlich, dass insbesondere in der Kernstadt entlang der Haller Straße und der Konrad Adenauer Straße eine enorme Verkehrsbelastung von über 20.000 Fahrzeugen täglich vorliegt. Aber auch in Röhlingen und Eggenrot wird ein deutlicher Handlungsbedarf gesehen. Gut ist, dass die vorgestellte Planung auch aufzeigt, wie die Auswirkungen des Verkehrs deutlich reduziert werden können: Durch eine konsequente Verringerung der Geschwindigkeit. Dies ist möglich durch einen Ausbau der Kreisverkehre (z.B. an der Kreuzung Haller-/Siemensstraße) und ein überwachtes Tempolimit von 40 km/h. Flankiert werden müssen diese Maßnahmen durch einen massiven Ausbau des Radwegenetzes und des ÖPNV-Angebots, um den motorisierten Individualverkehr zu ersetzen. Unsere Fraktion ist bereit, diese Maßnahmen mitzutragen.

Blühende Wiesen in Ellwangen – Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen begrüßt Initiative des NABU Ellwangen

Seit längerer Zeit ist ein Fakt nicht mehr zu leugnen: Die Insekten sterben und das hat gravierende Auswirkungen auf unser Ökosystem. Studien zeigen, dass inzwischen mehr als 80% der Insekten verschwunden sind. Dem muss aus diversen Gründen entgegengewirkt werden: Unter anderem sind Insekten für die Bestäubung von Pflanzen erforderlich und ohne Insekten wiederum fehlt den heimischen Vögeln Nahrung.
Daher begrüßt die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen die Initiative des NABU Ellwangen „Ich blüh‘ auf!“. Doch nicht nur Verbände und Kommunen können aktiv werden, sondern jeder einzelne von uns. Steinmauern in Gärten mögen zwar pflegeleicht sein, Lebensraum und Nahrung für Insekten bieten sie aber nicht. Daher sollten wieder vermehrt blühende Pflanzen ausgesät werden, Wiesen nicht sofort gemäht werden wenn der erste Löwenzahn blüht und Pflanzenschutzmittel gestrichen werden. Wir werden auch ein waches Auge darauf haben, dass auch die Stadtgärtnerei dieses Ziel in ihrer täglichen Arbeit unterstützt.
Auch in der Landwirtschaft muss ein Umdenken erfolgen: Monokulturen und der massive Einsatz von Pflanzenschutzmitteln tragen ihren Teil zum Insektensterben bei. Die Zukunft der Landwirtschaft kann nicht nach dem bisherigen Motto "Wachsen oder Weichen" erfolgen.
Lassen wir Ellwangen gemeinsam aufblühen!

Glückwunsch an die Bürgerinnen und Bürger!

Den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ellwangen darf man gratulieren: Die Entscheidung der Verantwortlichen in Gemeinderat und Aufsichtsrat zum Bau des Bürgerwindparks war goldrichtig. Das hat die Veröffentlichung der Stadtwerke zum Wirtschaftsjahr 2017 deutlich gemacht. Und das gleich in mehrerer Hinsicht: Die Stadt ist ihrem Ziel, 100 % ihres Energiebedarfs über die Erneuerbaren zu decken, einen sehr großen Schritt näher gekommen. Die Bürgerinnen und Bürger, die über die Energiegenossenschaft Virngrund an den Erträgen beteiligt sind, können sich sicher an einer guten Dividende freuen. Und die Stadtwerke als Betreiber der Windräder haben ein weiteres stabiles Standbein, welches dazu beitragen kann, defizitäre Bereiche wie das Hallenbad abzufedern. Die wichtigste Botschaft ist aber: Die Energiewende ist nicht nur zwingend notwendig, sondern sie ist auch möglich. Mit Offshore-Anlage genauso wie mit Windparks in Regionen, in welchen eine auskömmliche Windhöffigkeit gegeben ist. Ziel muss sein, den weiteren Ausbau der Windkraft so zu steuern, dass eine möglichst große Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und eine möglichst geringe Belastung von Mensch und Natur erzielt werden. Dafür setzen wir uns ein.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

GRÜNE unterstützen Investitionen im Hallenbad

Nicht nur Besucherinnen und Besucher des Hallenbads haben es bemerkt: Die Umbaumaßnahmen für die Attraktivierung des Wellenbades sind in vollem Gange. Damit kann die Bäderlandschaft unserer Stadt mit den Freibädern in Pfahlheim und am Kressbachsee auf einem weiterhin hohen Niveau gehalten werden. Trotzdem taucht immer wieder die Frage auf, ob diese Investition angesichts des städtischen Finanzhaushaltes zu verantworten ist. Wir GRÜNE sagen laut und deutlich: Ja. Das Ellwanger Bad ist eine Erfolgsgeschichte. Die Ausrichtung als Familienbad, der Ausbau der Sauna, attraktive Saisonangebote machen das Wellenbad zu einem der beliebtesten Bäder im weiten Umfeld. Dazu trägt aber nicht nur die Ausrichtung des Bades, sondern auch sehr freundliches Personal und eine hohe Sauberkeit bei. Durch die Umbauarbeiten wird dieser erfolgreiche Weg fortgesetzt. Die GRÜNE Fraktion ist sich einig in der Einschätzung, dass ohne eine kontinuierliche und behutsame Weiterentwicklung der Zuschussbedarf steigen würde. Unser Dank gilt dem Team des Hallenbads und der Leitung der Stadtwerke.

Investitionen in der Kernstadt auf hohem Niveau

Auch im Gemeinderat werden immer wieder Stimmen laut, es würde zu wenig für originäre Belange der Bürgerschaft investiert. Durch die hohen Investitionen in die EATA stünden dafür keine Mittel mehr zur Verfügung. Gegen diese Darstellung wehren sich die GRÜNEN entschieden.

Die Stadt hat den Konversionsprozess aus guten Gründen in die Hand genommen. Die ganz große Mehrheit im Gemeinderat will es nicht dem Zufall überlassen, wie das Gelände der ehemaligen Kaserne genutzt wird, sondern aktiv eine nachhaltige Entwicklung gestalten. Ein großer Meilenstein ist hier die Realisierung der EATA, welche aktuell mit großer finanzieller Unterstützung des Landes und einer Beteiligung des Landkreises umgesetzt wird. Und dies, obwohl in den vergangenen Jahren viele Millionen Euro in die Weiterentwicklung der Schulen, die Erschließung von Baugebieten in den Ortschaften, den Aus- und Neubau von Kindergärten oder die Sanierung von Hallen investiert wurden. Aber auch aktuell wird erheblich investiert: Es werden Kreisverkehre gebaut, die Schule Pfahlheim wird mit einem Millionenaufwand saniert und viele weitere Millionen fließen in Ausbau und Erhalt der Infrastruktur: Allein 2 Mio € werden für die Breitbandversorgung der Teilorte bereitgestellt. Angesichts dieser wichtigen Zukunftsaufgaben ist es aus unserer Sicht zu verschmerzen, dass sich der Bau der Stadthalle auch weiter nicht realisieren lässt.

Energiewende muss beschleunigt werden

Mit Sorge verfolgt die GRÜNE Fraktion die aktuelle Debatte um den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Unbestritten ist bei allen, dass die Menschheit ihren Energieverbrauch zwingend und rasch reduzieren muss, um die Folgen des Klimawandels noch einigermaßen in den Griff zu bekommen. Jede und jeder ist aufgefordert, seinen Beitrag dazu zu leisten: Müssen es 25 Grad im Wohnzimmer sein oder genügen nicht auch 23? Muss die Fahrt mit dem Auto sein oder kann ich Strecken bis 5 km nicht grundsätzlich mit dem Fahrrad zurücklegen? Ist es schlimm, den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen oder Fahrgemeinschaften zu bilden, wenn ich dadurch 10.000 km Jahresfahrleistung mit meinem Auto einsparen kann, was z.B. ein Pendler aus Ellwangen, der in Aalen arbeitet, erreichen könnte? Die Kommunen sind aufgefordert, im Rahmen von Energiekonzepten nach Wegen zu suchen, wie der Energieverbrauch der Stadt strukturell und dauerhaft reduziert werden kann. Wir GRÜNE haben dazu entsprechende Anträge eingebracht. Und wir alle müssen damit leben, dass die bundes- und hoffentlich bald auch europa- bzw. weltweite Energiewende Veränderungen mit sich bringt, die wir bisher so nicht gekannt haben: Wenn Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, brauchen wir Windmühlen auch in unseren Virngrundwäldern als Ersatz. Wir benötigen zusätzliche Leitungskapazitäten, die wir voraussichtlich nicht immer unter die Erde legen können. Wir GRÜNE werben für mehr Akzeptanz in dieser Richtung - bevor wir keine Natur mehr haben, die wir schützen können.

GRÜNE stehen für soliden Haushalt

Die Beratungen zum Haushalt 2017 gestalteten sich zum Balanceakt für den Gemeinderat. Der um rund 4,2 Millionen Euro verbesserte Jahresabschluss 2016 bewegte viele Kolleginnen und Kollegen, sich großzügig zu zeigen. Die GRÜNE Fraktion hat sich hier nicht angeschlossen. In den letzten Jahren wurden viele Projekte für unsere Bürger in der Stadt und in den Teilorten angestoßen bzw. umgesetzt. Ausbau und Sanierung unserer Schulen, Sporthallen, Verkehrs-Infrastruktur und nicht zuletzt die Konversion erhöhen den Schuldenstand auf voraussichtlich 34 Millionen Euro zum Jahresende 2017.

Die Grüne Fraktion setzt sich seit Jahren für eine Haushaltskonsolidierung ein und hat deshalb auf kosten- und prestigeträchtige Anträge für den neuen Haushalt verzichtet – und einigen Vorhaben nicht zugestimmt, die wir aktuell nicht für zwingend notwendig erachten. Wir werden auch weiterhin dafür kämpfen, dass mit dem Geld der Bürger sparsam gewirtschaftet wird. Luxusprojekten werden wir in Zeiten knapper Kassen auch weiterhin unsere Zustimmung versagen.

Konversion ist eine Jahrhundertaufgabe – für die ganze Stadt

Seit der Außerdienststellung der letzten militärischen Einheit Ende März 2014 durch die CDU-geführte Bundesregierung ist allen bewusst, welch große Aufgabe mit der Konversion auf die gesamte Stadt mit ihren Teilorten zukommt. In einem groß angelegten Entwicklungskonzept war bereits im Januar 2014 damit begonnen worden, mögliche Schwerpunkte für eine zivile Nutzung aufzuzeigen. Ein wesentliches Projekt wurde mit der EATA definiert, welches auch zur Abwendung des drohenden Fachkräftemangels in Handwerk und Industrie dienen soll. Eingerichtet werden soll sie im historischen Teil der Kaserne – mit großer finanzieller Unterstützung durch Land und Europäische Union. Auch der Ostalbkreis hat eine großzügige finanzielle Unterstützung des laufenden Betriebs für viele Jahre beschlossen. Unter diesen Voraussetzungen hat der Gemeinderat beschlossen, das Projekt umzusetzen. Die GRÜNE Fraktion steht zu diesen Beschlüssen, auch wenn wir dafür auf die eine oder andere Investition verzichten müssen. Wir sind der Überzeugung, dass mit der EATA ein zukunftsfähiges Projekt gefunden wurde, das für die gesamte Stadt positive Effekte für die Zukunft zeigen wird.

Bürgerwindpark Virngrund

Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,

der Sommer neigt sich dem Ende zu – wir hoffen, Sie hatten einen schönen Urlaub und konnten sich etwas erholen.

Am Sonntag, 18.09.2016 wird um 11.00 Uhr unser Bürgerwindpark Virngrund im Hospitalwald offiziell eingeweiht. Dieses Projekt macht uns sehr stolz, weil es ein Beispiel dafür ist, wie wichtig es ist, unsere Stromversorgung in die eigene Hand, in „Bürgerhand“ zu nehmen. Nur so kann uns die Energiewende gelingen, wenn viele kleine dezentrale Projekte umgesetzt werden. Nehmen Sie also die Gelegenheit wahr und informieren Sie sich direkt vor Ort, es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Wir sind uns sicher: Trotz aller kritischen Gegenstimmen erreichen wir auch bei dem Ausbau erneuerbarer Energien eine große Akzeptanz, wenn wir die Bürgerschaft frühzeitig einbinden. Und sie nicht nur die Veränderung ihrer Landschaft mittragen muss, sondern sich auch an der Rendite beteiligen kann.

Im Gemeinderat werden wir im Herbst zum Thema Schulentwicklung der Stadt Ellwangen über die Zukunftsplanungen und Handlungsfelder im Bereich Schulen beraten und wichtige Entscheidungen treffen – bleiben Sie interessiert.

Bestattungswald beim Schönenberg

Die GRÜNE Fraktion im Gemeinderat setzt sich für einen Bestattungswald am Schönen-berg ein. Dabei geht es uns nicht darum, den Zeitgeist zu bedienen oder aktiv die Bestat-tungskultur zu verändern. Vielmehr sind wir der Auffassung, dass unsere Stadt geänderte Bedürfnisse der Bevölkerung aufgreifen und in aktives Handeln umsetzen muss. Das war vor ca. 30 Jahren so, als vermehrt Urnenbestattungen angefragt wurden, und heute be-steht der Wunsch einer zunehmenden Zahl von Menschen nach einer Waldbestattung. Wir sind der Auffassung, dass sich der Stadtwald am Schönenberg hierfür in hervorragender Weise eignet. Deshalb sind wir auch erfreut, dass bei der Informationsveranstaltung der Kirchengemeinde am 10. Mai auf dem Schönenberg keine grundsätzliche Kritik an dem Projekt geäußert wurde, sondern lediglich zu technischen Details, die allesamt ausgeräumt werden können. Damit dürfte einer auch von uns unterstützten (Teil-)Trägerschaft durch die Kirchengemeinde nichts mehr im Wege stehen.

Landeserstaufnahmestelle war Theam im Gemeinderat

Am vergangenen Donnertag behandelte der Gemeinderat unter dem Tagungsordnungspunkt ‚Sonstiges‘ das Thema LEA. Nachdem bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 21.09.2015 die Forderung aller Anwesenden war, dass die Unterbringung in der LEA menschenwürdiger werden muss und das Land mitgeteilt hatte, dass ein Teil des Technischen Bereichs im Hinblick auf den nahenden Winter ausgebaut werden soll, erregten sich dieses Mal die Gemüter an der Tatsache, dass das Land nun in diesem Bereich 5,1 Millionen € investieren wird. Man muss doch nun fragen, was haben die Ellwanger Bürgerinnen und Bürger erwartet? Um einen Ausbau durchzuführen, muss man Geld in die Hand nehmen, anders geht es nicht. Also kann diese Tatsache nicht wirklich als überraschend gewertet werden.

Wir sind sehr froh, dass diese Entscheidung getroffen wurde, denn keiner kann im Moment vorhersagen, wie viele Menschen in den kommenden Wochen noch nach Deutschland kommen werden. Also ist es doch besser, vorbereitet zu sein.

Wir wissen, dass viele Ellwanger Bürgerinnen und Bürger in großer Sorge sind wegen den momentanen Entwicklungen der Flüchtlingsströme. Dennoch möchten wir Sie alle ermutigen, sich den anstehenden Aufgaben mit Mut und Entschlossenheit zu stellen. Nehmen wir die Herausforderung an, die wir mit unserer LEA gestellt bekommen haben und erfüllen unseren bescheidenen Beitrag in der derzeitigen Lage. Es ist unsere Aufgabe, solidarisch zu sein und nicht zu vergessen, dass wir alle Menschen dieser Einen Welt sind. Über Jahre hinweg haben die europäischen Länder mit einer Außengrenze die meisten Flüchtlinge aufgenommen, weil uns das Dublin-Verfahren vor den bereits seit längerem ansteigenden Flüchtlingsströmen geschützt hat. Im Moment ist die Konversion unseres Kasernengeländes im Bereich des Hungerbergs und eines Teils des Technischen Bereichs eine großartige humanitäre Hilfe für viele Mitmenschen aus Kriegsgebieten unserer Einen Welt.

Innenentwicklung in den Teilorten und der Kernstadt stärken

Mit einem scheinbaren Dilemma wird sich der Gemeinderat in den nächsten Wochen auseinander setzen müssen: Der weiteren Schaffung von Wohngebieten und der zunehmenden Versiegelung der Landschaft, die insbesondere den vielen landwirtschaftlichen Betrieben zu schaffen macht. Bei sinkenden Preisen z.B. für Milch und Getreide müssen sie durch die zunehmende Knappheit der Flächen immer höhere Kosten stemmen. Für Investitionen in die Zukunft bleibt da nicht mehr viel übrig. Aus diesem Grund, aber auch im Hinblick auf den demographischen Wandel, muss sich die Stadt grundsätzliche Gedanken über die weitere Schaffung von Wohnraum machen. Wir GRÜNEN setzen auf einen Mix aus unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu gehört die maßvolle Ausweisung weiterer Baugebiete in den unterschiedlichen Ortschaften. Einen Schwerpunkt wollen wir aber auf die Innenentwicklung setzen. Den Klagen über aussterbende Ortskerne wollen wir ein Konzept entgegen setzen, welches Anreize schafft, freie Grundstücke oder leerstehende Häuser an Interessierte zu veräußern. Dazu gehört für uns auch die Bereitstellung seniorengerechten, barrierefreien Wohnraums insbesondere in den Teilorten. Hier wie in der Kernstadt wollen die älteren Menschen am liebsten in ihrer gewohnten Umgebung wohnen bleiben  es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, diesem Wunsch nachzukommen.

Ein Kunstrasenfeld für die Ellwanger Vereine

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, am vergangenen Donnerstag stand das Thema Kunstrasenspielfeld auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Fast alle Sportvereine der Kernstadt und der Ortschaft haben den Vorschlag der Verwaltung mitgetragen, mit Landesmitteln ein Kunstrasenspielfeld auf dem zu sanierenden Sportgelände der Reinhardt-Kaserne zu bauen. Dies wurde allein von uns Grünen unterstützt.

Für diese ablehnende Haltung finden wir keine plausiblen Gründe. Die Landesmittel in Höhe von 2 Mio € stehen nur für das Kasernengelände zur Verfügung. Dort könnte es noch in diesem Jahr realisiert werden - eine schnelle Umsetzung war immer auch eine Forderung des FC Ellwangen. Und die Erreichbarkeit für die Kinder mit dem Fahrrad wird als weiterer Grund für den Bau beim Waldstadion angeführt. Dazu erlauben wir uns zu bemerken, dass die meisten Kinder in der Zeit, in der auf Kunstrasen gespielt werden soll, sowieso mit dem Auto gefahren werden. Meist sogar im Sommer, da die Eltern oft den Spielfeldrand säumen und das Training Ihrer Sprösslinge verfolgen und unterstützen.

Außerdem – welches Signal geben wir den zukünftigen Studenten einer Europäischen Ausbildungs- und Transferakademie, wenn das Kunstrasenspielfeld nicht als erster Baustein eines eventuell später entstehenden Nebensportzentrums dort entsteht? Auch für diese neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger tun wir gut daran, ein attraktives Angebot zu schaffen. Also wägen wir alle Argumente nochmals gut ab und treffen die richtige Entscheidung.

GRÜNES Jahr 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das wünschen wir uns und Ihnen: Ein GRÜNES Jahr 2015 für unsere Stadt und die Ortschaften. Unser großes Thema ist die Energie. Im neuen Jahr wird die Entscheidung anstehen, bei Hinterlengenberg 3 Windkraftanlagen unter starker kommunaler Beteiligung zu erstellen. Unsere Stadtwerke, aber auch die Stadt selbst werden sich hier finanziell einbringen. Für uns ist allerdings von großer Bedeutung, dass sich auch Bürgerinnen und Bürger an dieser Anlage beteiligen können. Das wird sowohl indirekt über die Energiegenossenschaft als auch direkt möglich sein. Wir begrüßen diese Entwicklung: Eine Akzeptanz ist leichter zu erreichen, wenn die Wertschöpfung dieser Anlagen nicht an namenlose Investoren fließt, sondern in der Region bleibt – bei unseren Firmen, Banken und vor allem den Bürgern. Ein weiteres entscheidendes Thema für 2015 wird auch die Einrichtung der Landeserstaufnahmestelle (LEA) für Flüchtlinge in der Kaserne sein. Die GRÜNE Fraktion wird diesen Prozess aktiv begleiten und die vielfältigen Aktivitäten in der Bürgerschaft für eine Akzeptanz der Einrichtung und der Flüchtlinge unterstützen. So auch die Solidaritätskundgebung, die ein Aktionsbündnis pro LEA am 24.01. durchführen wird. Und: Wir werden über das Jahr verteilt eine Vielzahl von Veranstaltungen durchführen, die sich mit GRÜNEN Themen beschäftigen. Den Anfang machen wir beim „Kalten Markt“, zu welchem am 11.1. um 19:30 Uhr Maria Heubuch, Mitglied des Europäischen Parlaments, bei den Comboni Missionaren in der Rotenbacher Straße sprechen wird. Dazu laden wir Sie ganz herzlich ein.

Wachsen oder Weichen? Über die Notwendigkeit einer anderen Landwirtschaftspolitik

Seit Jahrzehnten beklagen Landwirte und ihre Verbände das Höfesterben. Trotzdem propagieren sie mit ihrem „politischen Arm“ der CDU/CSU nach wie vor eine Politik des „Wachsens oder Weichens“. Ihr Ziel ist die Wettbewerbsfähigkeit von in Deutschland erzeugten Lebensmitteln auf dem Weltmarkt. Aber erreicht wurde damit bislang eine nie gekannte Industrialisierung der Landwirtschaft mit allen negativen Begleiterscheinungen – von der "Vermaisung der Landschaft" über Pestizidrückstände bis hin zur Vernichtung tausender bäuerlicher Existenzen in Europa, Afrika und Südamerika. Wie kann eine Landwirtschaft aussehen, welche Landwirten auch mit kleineren Einheiten ihre Existenz sichert? Was trägt das Europäische Parlament zur Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft bei? Und: Welche Ziele verfolgt Maria Heubuch, die Europa-Abgeordnete der baden-württembergischen Grünen?

 

Wir laden ganz herzlich ein zu einem Vortrag mit Diskussion am Sonntag, 11.Januar 2015, 19:30 – 21:00 Uhr bei den Comboni-Missionaren, Großer Saal, Rotenbacher Straße 8 in 73479 Ellwangen.

Verkehr entschleunigen - konsequent Geschwindigkeit reduzieren

In absehbarer Zeit werden in Röhlingen die ersten „Blitzer“ auf dem Gebiet der Großen Kreisstadt Ellwangen aufgestellt. Damit verliert Ellwangen sein Alleinstellungsmerkmal als wohl einzige Stadt in Baden-Württemberg ohne stationäre Radaranlage. Gewinner sind die Bürgerinnen und Bürger von Röhlingen. Für sie erhöht sich die Sicherheit an der viel befahrenen Ortsdurchfahrt. Vor allem aber wird die Geschwindigkeitskontrolle zu einer deutlichen Reduzierung der Lautstärke führen: 2 Dezibel weniger, die durch die geringeren Geschwindigkeiten erreicht werden, entsprechen einer Halbierung (!) des Verkehrsaufkommens. Deshalb ist diese Maßnahme nicht zu unterschätzen. Übrigens: Die GRÜNEN im Gemeinderat hatten das bereits vor über 20 Jahren beantragt. Doch Röhlingen darf nicht die Ausnahme bleiben: Wir brauchen eine konsequente Reduzierung der Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs in der gesamten Stadt. Wir GRÜNE setzen dabei auf einen deutlichen Ausbau von Kreis-Verkehren. Sie tragen zu einer deutlichen Verbesserung des Verkehrsflusses bei, verringern deshalb unnötige (und laute) Standphasen und sorgen ohne Blitz und Radar für wesentlich geringere Durchfahrtsgeschwindigkeiten. Wir GRÜNEN setzen uns deshalb auch an größeren Straßen wie der B290 und wichtigen Kreuzungen für Kreisverkehre ein. Alternativ müssten wir z.B. an der Haller Straße in Ellwangen, in Schönenberg, in Eggenrot und weiteren Ortschaften über die Aufstellung weiterer Blitzer nachdenken.

Erneuerbare Energien - eine Chance für die Gesamtstadt Ellwangen

Seit einiger Zeit sind sie nicht mehr zu übersehen: Die Baufortschritte der Windkraftanlagen auf dem Brandberg in unserer Nachbargemeinde Neuler. Damit ist nun auch zu erahnen, welche Dimension die Anlagen haben werden, die im nächsten Jahr bei Hinterlengenberg gebaut werden sollen. Die GRÜNE Fraktion im Gemeinderat begrüßt diese Entwicklung. Allein mit den 3 Windrädern können einige Tausend Haushalte mit Strom versorgt werden. Damit geht Ellwangen einen großen Schritt in Richtung 100%-Stadt. Ziel GRÜNER Kommunalpolitik ist es, dass auf unserer Gemarkung soviel Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird, wie insgesamt verbraucht wird. So leistet die Stadt mit ihren Ortschaften einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Und für uns bestätigt sich, dass die Energiewende kommunal organisiert werden muss. Übrigens nicht zum Schaden, sondern zum Nutzen der Bürgerschaft: Sie können sich mit kleinem oder auch größerem Geld über die Energiegenossenschaft oder auch direkt an den gewaltigen Investitionen beteiligen - und so selber zu Energieproduzenten werden. Und unsere Stadtwerke erhalten mit der Produktion und dem Verkauf Erneuerbarer Energien ein neues und zukunftsfähiges Standbein.

GRÜNE Fraktion will hohe energetische Standards bei Umbau der Gemeinschafsschulen

GRÜN bleibt GRÜN

Liebe Ellwangerinnen und Ellwanger, bei der Kommunalwahl vom 25. Mai haben wir von Ihnen den klaren Auftrag bekommen, mit unserer Arbeit so weiter zu machen wie in den vergangenen 5 Jahren: Mit Herz und Verstand zum Wohle unserer Stadt - und dabei die GRÜNE Kernkompetenz Energie und Umwelt in den Vordergrund rücken. So zumindest interpretieren wir das Wahlergebnis, das unsere Fraktion mit 5 Personen in einem leicht verkleinerten Gremium in der Gesamtstadt bestätigt. Dass wir nunmehr auch in 2 Ortschaftsräten vertreten sind freut uns umso mehr. Wir wollen unseren Worten aber auch Taten folgen lassen: So haben wir bereits den Antrag gestellt, für die beiden wichtigsten Baumaßnahmen der nächsten Jahre - die Umbauten der Buchenberg- bzw. Mittelhofschule zu Gemeinschaftsschulen - energetische Gutachten erstellen zu lassen. Es darf nicht sein, dass wir bei kommunalen Bauten auf Möglichkeiten der Energieeinsparung verzichten. Wir freuen uns übrigens auch über Ihre GRÜNEN Ideen, die wir gerne in das Stadtparlament einbringen.