Die Giftküche der Windkraftgegner

Gebetsmühlenartig werden die gleichen Vorwände gegen die Windkraft bemüht.

Hier findest Du eine Sammlung mit Richtigstellung.

Geräuschentwicklung

Die Geräuschentwicklung von WEAn hängt von der Windgeschwindigkeit und dem Anlagentyp ab. Die genauen Daten sind bei den Herstellern zu erfragen.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen gibt einen Schallleistungspegel von etwa 103 dB(A) im Nennbereich an.

http://www.lanuv.nrw.de/geraeusche/windenergie.htm

Die heutige neu erstellten WEAn entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Sie sind dank aerody­namisch optimierter und verstellbarer Rotorblätter ge­genüber den in Ostwürttemberg bisher installierten An­lagen deutlich schallreduziert. Dies bedeutet, dass sie nicht mehr Geräusche verursachen, als deutlich kleinere Altanlagen.

Nach Aussage von Erwin Schweizer, der bereits etliche Windkraftanlagen geplant hat, unterschreitet eine WEA mit einer Nabenhöhe von 140 m und einem Rotordurchmesser von 117 m den Grenzwert von 40 dB(A) bei einem Abstand von ca. 750 m.

Zum Vergleich: Ein handelsüblicher hochmoder­ner Kühlschrank ist mit 39 dB(A) angegeben.

Ein Vergleich von Geräuschquellen finden Sie u.A. beim VCD.

In Mischgebieten gilt ein Grenzwert von 45 dB(A), im allgmeinen Wohngebiet ein Grenzwert von 40 dB(A) für Schallemissionen bei Nacht.

Die WHO empfiehlt ebenfalls diesen bundesweit gültigen Grenzwerte von 40 dB(A) für Wohngebiete.

Dies kann in der Publikation "night noise guidelines für europe" nachgelesen werden.

Die machmal gemachte generelle Empfehlung von 2000 m Ab­stand von Seiten der WHO ist in Fachkreisen unbekannt; eine direkte Nachfrage ergab, dass die WHO diese Empfehlung niemals ausgesprochen hat.

Originaltext der Antwort vom WHO European Centre for Environment and Health:

"First of all, please note that the WHO has not issued any guidelines specific to wind turbine noise. The WHO does not have any recommendations about the distance of wind turbines from residential areas, and therefore the recommendation of distance of 2000 m from the wind turbines does not come from WHO."

Dennoch werden die Anlagen zeitweise zu hören sein, die erwartete Beeinträchtigung durch Schall ist aber vergleichsweise gering.

Den Lärmpegel einer vielbefahrenen Strasse oder gar Autobahn werden sie nicht erreichen.

Landschaftsbild

Windenergieanlagen werden in ihrer optischen Wirkung von Jedem anders bewertet. Unbestritten ist, dass sie das Landschaftsbild verändern.

Unsere Kulturlandschaft ist von Autobahnen und Hochspannungsleitungen durchschnitten; Kraftwerksbauten sind, neben historischen Bauten, weithin sichtbar.

Das Jagsttal bei Westhausen:

Gem. Regionalverband: Vorranggebiet für Naturschutz und Landschaftspflege (Reg.plan 2010) als auch Regionaler Grünzug. Doch der Lärm von der Autobahnbrücke lässt Zweifel an dem Begriff Naturschutz und Grünzug aufkommen.

Die Strommasten im Hintergrund (Hüttlingen) belasten das Landschaftsbild ebenso, wie Windkraftanlagen. Eine Abwägung zwischen Belastung und Nutzen fällt oft schwer. Darf auch hier der Nutzen für die Allgemeinheit/die Kommune/die BürgerInnen vor die individuellen Schönheitsvorstellungen gestellt werden?

Infraschall

Als Infraschall bezeichnet man Schallwellen im Bereich von unter 20 Hz. Es gibt zum Thema Infraschall bei Windenergieanlagen (WEA) inzwischen eine Fülle von Untersuchungen und Dokumenten. Eine Auswahl, die online verfügbar ist, finden Sie hier:

http://www.vierlaender.de/archives/338-Thors-Hammer,-die-Windraeder-und-der-Infraschall.html

http://www.welt.de/print-welt/article261460/Im-Spukhaus-droehnt-der-Infraschall.html

http://www.rothaarwind.de/windenergie/mod_content_page/seite/Geraeuschemissionen/s_nr/2/index.html?sid=dd81c39e5f50d960b65b999ca82af306

http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_117_windkraftanlagen_infraschall_gesundheit.pdf

Je geringer die Frequenz, umso höher muss der Schall­leistungspegel am Emissionsort (WEA) sein, um am Im­missionsort (menschlicher Körper) wahrgenommen werden zu können.

Bei einer WEA entsteht der Infra­schall in erster Linie beim Vorbeistreifen des Rotor­blatts am Turm, genauer gesagt der Rotorblattspitze am Turm. Moderne dreiblättrigen Anlagen (>2MW, Ro­tordurchmesser > 80m) emittieren auf Grund der dreh­zahlvariablen Auslegung Infraschall im Frequenzbe­reich von 0,6-1Hz.

Die Anlagen, die bei uns im Gespräch sind, drehen mit maximal 12,8 bzw. 13,2 U/min. Damit streifen die Flügel bei höchster Drehzahl rund 40 Mal pro Minute am Mast vorbei, das ergibt eine Frequenz von max. 0,7 Hz.

Anlagedaten: E 115, N117.

Die Frequenzen um 1 Hz liegen nach Moeller und Pedersen bereits nahe der absoluten Wahrneh­mungsgrenze - unabhängig von der Dauer der Beschal­lung. Bei einer Frequenz von 2Hz liegt die Wahrnehmungsschwelle bei einem Schallleistungs­pegel von 120 Dezibel, einem Wert, den eine WEA nicht ein Mal in Summe emittiert (s.o.).

Es ist keine Publikation zu finden, die einen Hinweis darauf enthält, dass Infraschall in diesem Frequenzbereich bei den vorgeschriebenen Abständen und damit niedrigen Pegeln negative Auswirkungen haben könnte.

Die Bundesregierung hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die zeigen soll, wie dieser Themenkomplex überhaupt untersucht werden kann. (FKZ-Nr. 3711 54 199: Machbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall – Entwicklung von Untersuchungsdesigns für die Auswirkungen von Infraschall auf den Menschen durch unterschiedliche Quellen.)

Nicht auszuschließen ist, das sehr sensible Menschen trotzdem Infraschall wahr nehmen, auch wenn sie ihn nicht hören. In der Umgebung gibt es im Allgemeinen viele Infra­schallquellen, u. A. Wind, Kühlaggregate im eige­nen Haushalt und Verkehr. Deswegen ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass Jemand durch den Infraschall von WEAn beeinträchtigt wird.

Zu dieser Schlussfolgerung trägt auch die Tatsache bei, dass es in Ost­Württemberg auf die Fläche bezogen die meisten WEAn in Baden-Württemberg gibt und trotzdem nicht ein Fall bekannt ist, wo Jemand über Beeinträchtigung durch Infraschall der teilw. 10 Jahre alten Anlagen klagt. 

Im Gegenteil: Dort, wo es bereits seit mehreren Jahren WEAn gibt, ist die Akzeptanz der Bevölkerung deutlich gewachsen. In Gerstetten gibt es beim Prozess der weiteren Ausweisung von Konzentrationsflächen nach Aussagen der dortigen Verantwortlichen keine Akzeptanzprobleme.

Disco-Effekt und Schlagschatten

Die Flügel der ersten WEAn waren glänzend lackiert. Da­durch entstand der sog. „Disco-Effekt“, angelehnt an die Reflektionswirkung der Disco-Kugel. Heutzutage werden die Flügel matt beschichtet, dadurch tritt der Discoeffekt nicht mehr auf.

 

Leider gilt das nicht für Schattenwurf.

Auf Grund einer Lage im Osten werden WEAn in den Sommermonaten in den frühen Morgen­stunden Schatten werfen. Schattenwurf durch WEAn ist störend. Deshalb gibt es zum Schutz der Anwohner fol­gende Vorschriften:

-    Kein Haus darf mehr als 8 Stunden pro Jahr vom Ro­torschatten von Windanlagen getroffen werden.

-    Die Beschattung darf pro Tag maximal 30 Min. dauern.

Bei der Planung von Windanlagen wird die maximal mög­liche Beschattungszeit für ein betroffenes Haus ermittelt. Dabei wird angenommen, dass

-    die Sonne immer scheint,

-    der Rotor der Windanlage immer rechtwinklig zur Sonne steht, also den größtmöglichen Schatten wirft und

-    der Rotor immer dreht.

Beträgt diese theoretische Beschattungszeit - von allen in Frage kommenden Windanlagen zusammen - mehr als 30 Stunden im Jahr oder mehr als 30 Minuten an einem Tag, müssen die Windanlagen zeitweilig abgeschaltet werden, so dass im tatsächlichen Betrieb der Grenzwert von 8 Stunden pro Jahr nicht überschritten wird.

Dies ist auf Seite 6 des Gesetzes zur Änderung des Landesplanungsgesetzes nach zu lesen. Dieses enthält u.a. auch alle wichtigen Gesetzesänderungen.

Märchen und Legenden zu Regenerativer Energie

Wir erleben häufig, dass als letztes Argument die alten und längst widerlegten Aussagen der Atomlobby und der großen Energieversorger hervorgekramt werden.

Auch die Strompreislüge muss immer wieder gegen den Ausbau der Windkraft her halten.

Es gibt viele Quellen für das Widerlegen, einige haben wir hier zusammen getragen:

http://www.greenpeace-energy.de/uploads/media/Stromkostenstudie_Greenpeace_Energy_BWE.pdf

http://www.unendlich-viel-energie.de/de/detailansicht/article/19/zusammensetzung-der-eeg-umlage-2013.html

http://www.unendlich-viel-energie.de/de/panorama/detailansicht/article/383/fakten-statt-vorurteile.html

http://www.wind-energie.de/politik/onshore

http://umweltinstitut.org/download/energie/Stromluege_Energiewende_web.pdf

http://www.iwr.de/news.php?id=22916